Die Kraft des Keimens – Buchweizenkeimlinge in der Sportlerernährung

Hallo liebe Menschen! Nach kurzer Reisepause bin ich nun auch wieder da! Und zwar mit einem Beitrag zu dem wundervollem Thema des Keimens. Keimen ist nämlich ne Wucht! Wusstet ihr das schon?! 

Superfoods sind ja nach wie vor ziemlich hip, fancy und im Trend. Wer hätte schon nicht gern so´ne Acai-Chia-Quinoa-Bowl getoppt mit Goji-Beeren und Matcha-Creme, um anschließend direkt 4 Jahre jünger auszusehen?!
Klar, lecker ist das schon, hübsch aussehen tut´s auch und ungesund ist es sicherlich nicht. Doch gibt´s nicht auch ne kostengünstige Alternative, die zu allem Übel auch noch die Umwelt ein wenig schont? 

Hurray! Die gibt es! Und zwar in Form von *Trommelwirbel* gekeimtem Buchweizen! Natürlich gibt es auch andere regionale Superfoods, aber das sprengt gerade den Rahmen. Daher erzähl ich heute lieber einfach was zu dem netten Knöterichgewächs und vor allem warum dieses nette Knöterichgewächs noch netter ist, wenn ihr es keimen lasst.

In einem vorherigen Artikel zu diesem beglückendem Bratapfel-Buchweizen-Frühstück habe ich euch schon einmal ein wenig über Buchweizen erzählt. Ihr wisst also bereits, dass Buchweizen

  1. Total toll ist.
  2. Eine sehr gute biologische Wertigkeit und einen Eiweißanteil von 9 % hat (manche Quellen sagen bis zu 15 %).
  3. Blutzucker-regulierend und Blutdruck-senkend wirken kann.
  4. “Normalen” Getreidesorten in Sachen Vitamin- und Mineralstoffgehalt eindeutig überlegen ist. Buchweizen ist besonders reich an allen B-Vitaminen (außer B-12, menno), an Folsäure, Kupfer, Mangan, Phosphor, Magnesium und Eisen. 100 g decken z.B. 30 % des Bedarfs an Vitamin B6 und 20 % des Bedarfs an Vitamin B5, 60 % des Kupfer-, 57 % des Mangan-, 31 % des Phosphor-, 28 % des Magnesium- und 22 % des Eisenbedarfs!

Was ich beim letzten Mal noch nicht erwähnt hatte, ist, dass Buchweizen außerdem

5. Lezithin enthält, welches den Körper bei der Entgiftung unterstützt. Es ist außerdem ein basisches Lebensmittel, sodass es einer Übersäuerung des Körpers entgegen wirkt.

Und als sei das alles noch nicht genug, könnt ihr die gesundheitlichen Vorteile dieses genialen Gewächses sogar noch steigern. Und ratet mal, wie? Richtiiig: Durch das Keimen!

Die Vorteile des Keimens:
  • Durch den Prozess des Keimens verringert sich der Gehalt der Phytinsäure. Diese kann Komplexe mit Mineralstoffen und Vitaminen bilden und somit die Nährstoffaufnahme reduzieren.
  • Außerdem steigert sich die Bekömmlichkeit, sodass der Buchweizen leichter verdaulich ist.
  • Gekeimter Buchweizen enthält viel Coenzym Q10 sowie Bioflavonoide. Kennt man diese Stoffe normalerweise aus Anti-Aging-Cremes, kann man hier auf die natürlichen Wirkstoffe aus dem Buchweizen zurückgreifen.
  • Der Gehalt der Nährstoffe steigert sich. Hier sind besonders Vitamin C, B1, B2, E und Niacin sowie Magnesium, Calcium, Kalium, Zink und Phosphor hervorzuheben.
  • Außerdem werden die Kohlenhydrate zu Einfachzucker abgebaut und der Fettgehalt sinkt, sodass sich insgesamt eine Kalorienersparnis ergibt.

Gerade Sportler, die z.T. einen höheren Bedarf an Nährstoffen haben, können hier profitieren.
Es spricht also vieles für Buchweizen und noch mehr für gekeimten Buchweizen!

Gekeimter Buchweizen im Keimglas

Und wie genau, lässt man die kleinen Körnchen nun richtig keimen?

Ihr benötigt lediglich einen Behälter, je nach gewünschter Menge. Ihr könnt für kleine Mengen auch ein Keimglas nehmen, so wie ihr es bei mir auf den Fotos seht. Das Keimglas solltet ihr jedoch maximal bis zur Hälfte befüllen, damit noch genug Platz zum Keimen bleibt. Dann lasst ihr den Buchweizen darin für ca. 1 Stunde in Wasser einweichen. Anschließend gießt ihr das Wasser ab, lasst ihn nun noch 1-1,5 Tage stehen und spült ihn so ca. 3x täglich mit kaltem Wasser. Habt ihr kein Keimglas, macht ihr dies einfach mit einem Sieb. Fertig.
Der Aufwand und die Zeit hält sich also echt in Grenzen.

Achtet beim Kauf auf gute Qualität. Am besten setzt ihr auf Bio-Qualität und schaut mal, wo der Buchweizen herkommt. Oftmals kommt er aus China, da ist natürlich dann nix mit umweltschonender Regionalität. Mittlerweile bekommt man ihn z.B. im Biomarkt oder im Reformhaus auch aus Europa.

Ist das Superfood erst einmal fertig gekeimt, könnt ihr es vielseitig in der Küche einsetzen. Nutzt es als Topping für Müslis, Salate, Suppen oder Hauptgerichte. Ihr könnt den Buchweizen auch leicht anrösten, um ihm ganz nette Röstaromen zu verleihen. 

Gekeimter Buchweizen, SchichtdessertHier habe ich eine Art Schichtdessert kreiert. Die untere Schicht besteht aus gekeimtem Buchweizen mit Zitronensaft und ein wenig geriebenem Ingwer, darauf folgt Soja-Vanille-Joghurt getoppt mit gefrorenen Himbeeren und Kakaonibs.

Wenn euch der Beitrag gefällt, ihr Fragen oder Anregungen habt, hinterlasst mir gern einen Kommentar oder markiert mich auf Instagram mit @plant.power.lulu oder #pflanzlichfitfuttern ! Ich würde mich sehr freuen und erwähne euch gern in meiner Story! 

Eure Lulu 🙂

3 Kommentare zu „Die Kraft des Keimens – Buchweizenkeimlinge in der Sportlerernährung“

  1. Danke für diesen interessanten Artikel.
    Die beschriebenen Vorteile des Keimens gelten wahrscheinlich für sämtliche Keimlinge (z.B. Mungbohnen, etc.)?

    Liebe Grüße
    Dimi

    1. Hi Dimi, vielen Dank für deinen Kommentar und es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefällt!
      Generell ist Keimen ne super Sache. Die Bekömmlichkeit wird gesteigert und Nährstoffe reichern sich an. Je nach Lebensmittel sind das natürlich unterschiedliche Zusammensetzungen und Mungbohnen haben dann vielleicht andere ganz spezifische Vorteile. Insgesamt gilt aber, dass Keimlinge sehr positive Wirkungen auf die Gesundheit haben. Welche man dann am liebsten wählt, hängt von persönlichen Vorlieben bezüglich Geschmack und Umweltfaktoren (Regionalität etc.) ab.
      Liebe Grüße
      Luisa

  2. Pingback: Regionale Superfoods | Plant Power

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